Japan startet mit neuem wirtschaftlichem Schwung in das Jahr 2026 – getragen von einer starken Lohndynamik, einer robusten Binnennachfrage und einem entschlossenen politischen Kurswechsel hin zu Halbleitern, künstlicher Intelligenz und nationaler Sicherheit. Während die Bank of Japan ihre Geldpolitik behutsam normalisiert und strukturelle Reformen an Tempo gewinnen, erschließt das Land neue Chancen in öffentlichen wie auch privaten Märkten.
In dieser PERSPECTIVES‑Special‑Ausgabe untersuchen wir, wie Japans sich wandelnde geoökonomische Strategie, sein Innovationsschub und die Transformation seiner Unternehmenslandschaft das Investitionsumfeld in den kommenden Jahren prägen werden.
Wichtige Schlussfolgerungen:
- Japans konjunkturelle Erholung gewinnt an Stärke, gestützt durch kräftiges Lohnwachstum und eine robuste Binnennachfrage, die die Auswirkungen von Zolldruck abfedern.
- Das Fiskalpaket der Regierung Takaichi markiert einen Wandel hin zu strategischen, sicherheitsorientierten Investitionen, insbesondere in den Bereichen Halbleiter, künstliche Intelligenz und Verteidigung, während gleichzeitig gezielte Entlastungen für Haushalte bereitgestellt werden.
- Die Geldpolitik normalisiert sich, mit höheren Leitzinsen der Bank of Japan (BoJ) und steigenden Renditen japanischer Staatsanleihen (JGBs), was Banken stärkt und den Boden für eine allmähliche Aufwertung des JPY bereitet.
- Strukturelle Reformen, eine stärkere Unternehmensführung und strategische Investitionen (Capex) schaffen zudem attraktive Chancen sowohl an den börsennotierten Aktienmärkten als auch in den privaten Märkten.