Nachdem der EUR/USD-Wechselkurs im Sommer seitwärts handelte, rückte die Geldpolitik Ende August wieder ins Rampenlicht. Während sich die EZB seit Juni in einer „guten Position“ befindet und daher beabsichtigt, den Einlagenzins bis auf Weiteres bei 2,0% zu belassen, öffnete Fed-Chef Jerome Powell der Fed auf dem Jackson Hole Fed Symposium die Tür für die Wiederaufnahme ihres Zinssenkungszyklus. Als Grund nannte er die zunehmende Fokussierung der geldpolitischen Institutionen auf den schwächelnden US-Arbeitsmarkt.

 

Wichtige Schlussfolgerungen:

  • Nachdem die Fed ihren Zinslockerungszyklus wieder aufgenommen hatte, fiel der USD auf neue Jahrestiefststände. Obwohl er sich in letzter Zeit stabilisiert hat, dürfte der Gegenwind wieder zunehmen. Der Euro sollte durch Haushaltsausgaben in Europa unterstützt werden.
  • Die Bank of Japan geht mit der geldpolitischen Normalisierung noch sehr langsam voran, während die japanische Innenpolitik von Unsicherheiten geprägt ist. Mittelfristig dürfte der JPY allerdings an Wert gewinnen.
  • Trotz Chinas Handelskonflikt mit den USA stieg der CNY zuletzt auf ein 12-Monatshoch gegenüber dem US-Dollar. Peking ist weiterhin an einem starken CNY aufgrund stabiler FDI interessiert.

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