Robustes Wirtschaftswachstum wird aufgrund einer soliden Konsumnachfrage und umfangreicher Investitionen erwartet, wobei geopolitische Spannungen jedoch bremsend wirken könnten. Für die USA rechnen wir 2026 mit einem stabilen sequenziellen Wachstum von Quartal zu Quartal, während im Euroraum umfassende deutsche fiskalische Impulse das Wachstum nahe am Potenzial halten dürften. In Japan wird die wachstumsorientierte Regierungspolitik dazu beitragen, eine robuste wirtschaftliche Aktivität aufrechtzuerhalten. In China wird die politische Unterstützung für strategische Industrien und Haushalte weiterhin bestehen.
Im Bereich der Investments argumentieren wir, dass Disziplin weiterhin wichtiger sein wird als Dramatik. Aktien sind mit einer starken Dynamik in das Jahr gestartet und befinden sich – trotz jüngster Rückschläge – weiterhin auf Kurs für zukünftige Gewinne. Ein solides Gewinnumfeld wirkt unterstützend und die sektorale Stärke verbreitert sich. Im Bereich der Anleihen sorgen Haushaltsdefizite für einen erhöhten US‑Langfristzins, während Investment‑Grade‑Anleihen trotz der Risiken durch KI‑bedingte Störungen stabil bleiben. Jüngste Ereignisse im Nahen Osten und die Reaktionen der Anleger haben den Fall für Gold untermauert; der Ölmarkt bleibt grundsätzlich gut versorgt, doch kurzfristige Preisspitzen sind möglich. Am Devisenmarkt hat die frühere Schwäche des US‑Dollar nicht angehalten, aber mögliche zukünftige Gegenwinde durch eine breitere Diversifizierung von Vermögenswerten bleiben relevant.