Die Iran-Hormus-Krise hat sich zu einem prägenden makroökonomischen Schock entwickelt. Sie treibt geopolitische Risikoprämien nach oben und verändert die Positionierung über alle Anlageklassen hinweg. Die USA sind dabei zwar vergleichsweise gut abgeschirmt, bleiben jedoch höheren Preisen und restriktiveren finanziellen Bedingungen ausgesetzt.
Wichtigste Kernpunkte:
- Störungen rund um die Straße von Hormus haben eine höhere globale Energie‑Risikoprämie verankert, was zu einer ausgeprägten regionalen und sektoralen Streuung führt und ein stagflationsgeprägtes Marktumfeld verstärkt.
- Die USA profitieren als Nettoenergieexporteur von einer relativen energiepolitischen Abschirmung, dennoch treiben steigende Ölpreise die Inflationserwartungen nach oben und schränken den geldpolitischen Spielraum der US‑Notenbank ein.
- Die Marktführerschaft verschiebt sich hin zu widerstandsfähigen Sektoren: Energie, ausgewählte Technologiewerte und Versorger sowie verteidigungsnahe Industrieunternehmen werden begünstigt, während zinssensitive und energieintensive Sektoren weiter unter Druck stehen.