Socially responsible investing | ESG Investing | Wealth Management

Wofür steht das „S“ in ESG?

Das „S“ in ESG steht für „Sozial“ (Social) und umfasst alle Investitionsfaktoren, die Menschen betreffen – das können Mitarbeiter, Kunden oder die Gesellschaft insgesamt sein.

Sozial verantwortliches Investieren  

 

Sozial verantwortungsbewusstes Investieren (SRI) ist das Prinzip, dass Investoren das gesamte Spektrum der Vorteile und Schäden berücksichtigen sollten, die ein Unternehmen für Mitarbeiter, Kunden und andere Mitglieder der Gesellschaft verursachen kann. Sie ist in vielerlei Hinsicht, die am wenigsten bedachte und am meisten übersehene der drei Säulen des „ESG Investing“.

  • Investoren sollten die Auswirkungen ihrer Investitionen auf die Gesellschaft sowie die finanziellen Renditen berücksichtigen.
  • Soziale Auswirkungen umfassen ein breites Spektrum von Themen wie den Schutz der Arbeitnehmerrechte, die Verbesserung der Produktsicherheit und die Verringerung von Ungleichheit.
  • Sozial verantwortungsbewusstes Investieren wird entscheidend sein, um die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erreichen und eine nachhaltigere und gleichberechtigtere Zukunft aufzubauen.
  • Die SDGs könnten in den nächsten zehn Jahren Chancen in Höhe von mehreren Billionen von Dollar schaffen.

Warum ist sozial verantwortungsbewusstes Investieren wichtig?  

 

Investoren sind seit langem besorgt über Governance-Fragen, auch wenn sie diese nicht explizit aus einer ethischen Sicht betrachtet haben. Die Bedenken hinsichtlich Umweltschäden nehmen hingegen seit mehr als einem halben Jahrhundert zu.

 

Soziale Faktoren waren jedoch bis vor relativ kurzer Zeit typischerweise auf wenige Nischen beschränkt – zum Beispiel durch Investoren, die „kontroverse“ Sektoren wie Tabak, Alkohol oder Glücksspiel meiden. Der Konsens war, dass die Pflichten eines Unternehmens durch die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen in Bereichen wie Arbeitnehmerrechte und Produktsicherheit erfüllt werden.

 

Heute ist bekannt, dass Unternehmen Verantwortlichkeiten haben, die das gesamte Spektrum ihrer Geschäftstätigkeit umfassen. Sie müssen nicht nur das Wohlergehen ihrer Arbeiter berücksichtigen, sondern das aller Beteiligten in ihrer Lieferkette, einschließlich des Risikos von Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit und Zwangsarbeit. Es reicht nicht mehr aus, nur zu warnen, dass einige Produkte Schäden verursachen können: Unternehmen müssen aktiv daran arbeiten, diese zu verringern.  

 

Sünden der Unterlassung sind ebenso wichtig wie Sünden der Handlung: Benachteiligte Gruppen müssen vollen Zugang zu wichtigen Dienstleistungen haben, wenn wir Armut und Ungleichheit durch die Verbesserung der finanziellen und sozialen Inklusion bekämpfen wollen. Kurz gesagt, der Mensch muss in den Mittelpunkt jeder wirtschaftlichen Aktivität gestellt werden, mit dem Ziel, das Wohlergehen aller Beteiligten in unserer Gesellschaft zu bewahren und zu verbessern.

Die Bedeutung sozial verantwortlicher Investitionen

 

Einer der besten Indikatoren für die Bedeutung sozial verantwortlicher Investitionen – und auch für die vielen Chancen, die sie bieten – sind die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs).

Diese wurden 2015 von den 193 Ländern der UN-Generalversammlung angenommen und legten 17 Ziele fest, um der Welt zu einer nachhaltigeren und gleichberechtigteren Zukunft zu verhelfen. Einige dieser Ziele konzentrieren sich auf Umwelt- und Governance-Faktoren, aber viele beziehen sich auf soziale Faktoren wie die Beseitigung von Armut und die Beendigung von Hunger, die Verbesserung des Zugangs zu Bildung und Gesundheit sowie die Gewährleistung der Geschlechtergleichheit. Die meisten dieser Ziele sind eng miteinander verknüpft mit einem stärkeren Fokus auf sozialen Fortschritt und sozial verantwortungsbewusste Investitionen, um die Ziele zu erreichen.

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“Das Akronym "ESG” steht für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Derzeit fehlt es an einheitlichen Kriterien und einem einheitlichen Marktstandard zur Bewertung und Einordnung von Finanzdienstleistungen und Finanzprodukten als nachhaltig. Dies kann dazu führen, dass verschiedene Anbieter die Nachhaltigkeit von Finanzdienstleistungen und Finanzprodukten unterschiedlich bewerten. Zudem sind die gesetzlichen Vorgaben zur Offenlegung der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien und zum Umgang mit dem Thema ESG und Sustainable Finance (nachhaltige Finanzwirtschaft) einem stetigen Wandel unterworfen. Die Auslegung der relevanten gesetzlichen Regelungen ist zudem nicht eindeutig und abschließend. All dies kann dazu führen, dass gegenwärtig als nachhaltig bezeichnete oder beworbene Finanzdienstleistungen und Finanzprodukte die künftigen gesetzlichen Anforderungen an die Qualifikation als nachhaltig oder als Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigend nicht erfüllen.

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